Erfolgreiche Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung für das Projekt „Freifläche und Tiefgarage am Karl-Bernau-Ring“

Die Stadt Nauen möchte die derzeit stillgelegte Tiefgarage sowie die angrenzende Freifläche am Karl-Bernau-Ring in der Innenstadt-Ost gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern neu denken und gestalten. Hierzu wurde ein Beteiligungsprozess gestartet, der in Zusammenarbeit mit der TAG Wohnen & Service GmbH Nauen (TAG), der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK) sowie dem Quartiersmanagement in Trägerschaft des Mikado e. V. durchgeführt wird. Den Auftakt bildete eine Bürgerbeteiligungsveranstaltung am Freitag, dem 12. Juni 2026, von 15 bis 18 Uhr auf dem Gelände der Tiefgarage am Karl-Bernau-Ring. Zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die Gelegenheit, ihre Ideen und Wünsche für die zukünftige Gestaltung des Areals einzubringen.
Bürgermeister Dr. Michael Wiebersinsky begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung der Bürgerbeteiligung: „Ich begrüße es sehr, dass ein solcher Beteiligungsprozess im Quartier stattfindet. Es ist uns wichtig, die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Anwohnenden zu verbessern und die Innenstadt-Ost als lebendigen und attraktiven Ort für alle Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln.“ Auch Tiina Klix aus dem Fachbereich Bau der Stadt Nauen, die die Arbeitsgruppe „Tiefgarage KBR“ initiiert hat, sieht großes Potenzial in dem Vorhaben: „Die Fläche bietet die Chance, das Mikroklima im Quartier nachhaltig zu verbessern. Mit einem klimafreundlichen Konzept und einer naturnahen Begrünung können wir einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leisten.“
Besonders die jüngeren Besucherinnen und Besucher brachten zahlreiche Ideen ein. „Einen Fußballplatz wünsche ich mir hier! Und ich habe meine Stimme schon dafür abgegeben!“, erklärte ein Junge aus der Nachbarschaft. Viele Kinder sprachen sich zudem für einen weiteren Spielplatz oder Flächen für Sport und Bewegung aus. Darüber hinaus wurden Vorschläge wie ein Barfußpfad, eine kleine Bühne, zusätzliche Parkmöglichkeiten oder eine bessere Wegeverbindung zum nahegelegenen Lidl-Markt eingebracht.
Zur Unterstützung des Beteiligungsprozesses wurde eine Mitmach-Station mit einem großen Lageplan eingerichtet. Mithilfe verschiedener Sticker konnten die Teilnehmenden ihre Ideen direkt auf dem Plan verorten. Die dargestellten Elemente orientierten sich sowohl an möglichen Nutzungen der Fläche als auch an ersten Ergebnissen der laufenden Online-Befragung. „Unser Ziel ist es, die Wünsche und Ideen der Bürgerinnen und Bürger möglichst anschaulich darzustellen und gemeinsam weiterzuentwickeln“, erklärte Maximilian Mushold, Mitarbeiter bei der DSK. „Die Sticker dienen als Gesprächsgrundlage und helfen dabei, Vorstellungen wie Sitzgelegenheiten, Spielangebote, Grünflächen oder andere Nutzungen direkt auf dem Lageplan sichtbar zu machen.“
Auch im direkten Austausch mit den Anwohnenden wurden zahlreiche kreative Ideen gesammelt. „Wir haben viele interessante Vorschläge mitgenommen – von einem Hubschrauberlandeplatz über einen Spielplatz mit überdachten Sitzgelegenheiten bis hin zu einem Hundespielbereich“, berichtete Xinglang Guo-Lippert vom Quartiersmanagement des Mikado e. V., die den Beteiligungsprozess begleitet und die Veranstaltung mitorganisiert hat. „Besonders freut mich das große Interesse in der Nachbarschaft. Das zeigt, welches Potenzial in diesem Quartier und in den Menschen vor Ort steckt.“
Neben der Freifläche stand auch die Zukunft der Tiefgarage im Fokus der Veranstaltung. Eine Anwohnerin erinnerte sich: „Früher habe ich mein Auto in der Tiefgarage geparkt.“ Die Tiefgarage wurde ursprünglich als Parkanlage für die Wohngebäude der TAG Wohnen errichtet. Sie verfügt über ein sogenanntes Doppelparker-System, das in den 1990er Jahren als moderne und platzsparende Lösung für den ruhenden Verkehr galt. Aufgrund technischer Defekte wurde die Anlage jedoch außer Betrieb genommen. Zudem entspricht sie heute nicht mehr den Anforderungen moderner Fahrzeuge. Auch hierzu wurden zahlreiche Ideen gesammelt. Wolfgang Wiech, vielen Nauenerinnen und Nauenern als Nachtwächter bekannt, sprach sich für den Erhalt der Anlage aus: „Die Tiefgarage sollte erhalten bleiben. Vielleicht könnte man sie künftig als Schutzraum nutzen.“
Wer die Tiefgarage näher kennenlernen möchte, erhält dazu im Rahmen des Stadtteilfestes „Familientag im Kiez 2026“ Gelegenheit. Am 18. September 2026 wird zwischen 15 und 19 Uhr eine Führung durch die Tiefgarage angeboten. Weitere Informationen werden rechtzeitig vor der Veranstaltung auf der Internetseite www.sozialestadt-nauen.de veröffentlicht.
Für die kleinen Gäste gab es während der Veranstaltung zahlreiche Mitmachaktionen. Diese wurden durch die Streetworker Dirk Knitter sowie Leiterin der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Nauen Carolin Mattig unterstützt. Darüber hinaus sorgten zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.
Die Bürgerbeteiligung wird auch nach der Auftaktveranstaltung fortgesetzt. Interessierte können weiterhin an der Online-Umfrage teilnehmen. Diese ist über www.sozialestadt-nauen.de oder über den entsprechenden QR-Code erreichbar. Die Stadt Nauen und ihre Projektpartner bedanken sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und freuen sich auf die weiteren Schritte des gemeinsamen Planungsprozesses.















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